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Die Welt um den Apfel

Lebenslanges Lernen

by admin on February 28, 2013, no comments

Als ich an der Universität studierte, fiel mir auf, dass neuerdings auch immer mehr ältere Leute in die Hochschulen kommen. Ganz offenbar möchten sie noch weiter lernen, obwohl sich mancher schon im ziemlich fortgeschrittenen Alter befindet. Nun stellt sich die Frage, was das überhaupt bringen soll und warum das überhaupt passiert. In anderen Ländern ist das schließlich ganz anders: Dort gelten die Alten und deren Vorstellungen oft als Gesetze, unverändlich und gültig in ihren Ansichten. Gerade asiatische Länder, ohnehin mit einer rigiden Sittenmoral und einem lebendigen Ahnenkult ausgestattet, weisen den Alten die besten Plätze zu. Diese brauchen nichts mehr zu lernen, ihre Lebensweisheit reicht dort offenbar schon aus, um Bedeutung zu haben.24 h Pflege

In Deutschland hingegen sind ältere Leute leider oft genug allein, fühlen sich ausgeschlossen vom gesellschaftlichen Prozess. Niemand hat dieses Problem bisher im Ganzen erkannt, auch wenn die Politik beginnt, ein wenig herumzuwurschteln, wie wir das ja alle kennen.
Die Alten aber beginnen sich selbst zu kümmern (während die Jugend ihr Geld für Schöneheitsoperationen und Videospiele ausgibt). Das ist eine tolle Sache und wird vielerorts auch begrüßt. Zwischen Renteneintritt (oft genug auch erzwungen, das ist die andere Seite des komplizierten Renteneintrittsalter) und Tod liegen mitttlerweile viele Jahre, die Rentner sind rüstig und nicht selten auch finanziell äußerst gut ausgestattet. Reisen allein ist zwar schön, aber nicht für jeden geeignet. Auch das Umsorgen der Enkel, die Arbeit im Verein oder die simple Züchten von Rosen füllt längst nicht jeden älteren Semester aus und so überrascht es kaum, dass sich viele alte Leute der Überzeugung des Aristoteles anschließen, der meinte, alle Menschen strebten von Natur aus nach Wissen. Und das gilt es schließlich nicht nur zu vermehren und zu festigen, sondern zudem auch zu erweitern und mitzuteilen. Die Alten sind ein Schatz jeder Gesellschaft genauso wie die Jungen das Erbe und die Zukunft darstellen.
Und es sind nicht nur die Unis, Hochschulen, Volkshochschulen, die von diesem Interesse profitieren, auch Unternehmen wie Apple nutzen dies. Warum auch nicht, tragen doch all die kleinen, aber sinnvollen Apps zur Wissensvermehrung bei! Das Internet im Ganzen und Apple im Einzelnen sind durchaus für die Explosion des Wissens auch unter den älteren Generationen verantwortlich, alles andere zu behaupten wäre Humbug. Die Menschen nutzen die elektronischen Hilfsmittel und es ist allemal einfacher und schneller, sich über sein iPhone zu informieren als den Brockhaus herauszuholen, zumal unterwegs. Kein Wunder also, dass Brockhaus selbst und sogar die encyclopedia britannica künftig nicht mehr in Buchform, sondern nur noch online erscheinen sollen – die älteren und treuen Leser gehen schließlich mehrheitlich zur effektiven Nutzung des so viel ergiebigeren Internets über.