Wie Spirou nach Berlin kommt

Für jene, die sich vielleicht fragen „Was ist überhaupt „Spirou?““, hier ist eine kurze Aufklärung. Spirou ist ein wöchentliches Comic-Magazin, das seit 1938 in Belgien erscheint. Es ist vielleicht die wichtigste belgische Comiczeitschrift. Der französische Künstler Robert Velter kreierte als Titelhelden des Magazins einen jungen Hotelpagen – Spirou.

Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war Fantafluflu in der Wikipedia auf Französisch – http://bdoubliees.com/journalspirou/annees/1953.htm, Gemeinfrei.

Spirou feiert jetzt den 80. Geburtstag und kommt nach Deutschland. Der Comiczeichner Felix Görmann, alias Flix, hat als erster Deutscher die Ehre, ein Abenteuer mit der franko-belgischen Ikone zu gestalten.

Flix kam durch Zufall an die Ehre

Sein deutscher Verleger und der belgische Dupuis-Verlag kamen auf die Idee, ein deutsches Spirou-Abenteuer zum 80. Jahrestag zu kreieren. Flix fertigte Skizzen und Entwurfe ein, und bekam dann, mit der Hilfe vom Carlsen-Verlag, auch dem Job.

Die Ausgabe nennt sich „Spirou & Fantasio Spezial: Spirou in Berlin“. Auf dem Titelbild schießt ein blauer Trabi über die Berliner Mauer, auf dem Auto sitzen Spirou, der Hotelpage, und sein Freund Fantasio, der Reporter. Spirou hält einen geöffneten Koffer, aus dem ein Dutzend Diamanten rausfällt.

Die Farben spielen bei Spirou eine entscheidende Rolle

Handlungsort ist Berlin, im Jahre 1988. Spirou und Fantasio reisen nach Ost-Berlin, auf der Spur des entführten Grafen Rummelsdorf. Nach eigener Aussage wollte Flix durch die Architektur alleine bewusst machen, wo sich die Handlung abspielt. Die ernste Natur des Comics wird eingeführt, als Fantasio von Stasis verhaftet wird. Die größte Rausforderung war es dann, die ernsten Themen, in den sonst sehr komischen Comic, einzuarbeiten. Flix macht das mit Farben. Wenn der Ton der Handlung ernst wird, werden die Farben dunkler, und dann wieder heller, wenn es zum komischen Teil kommt.

Der Tod ist in der Spirou-Serie verboten. Schießen darf man, aber die Figuren dürfen nicht sterben. Es darf auch kein Blut zu sehen sein. Und trotzdem gelingt es Flix, auch die nüchternen Szenen in Stasigefangenschaft gut in die Humor-Serie einzubringen. Er bringt einen berühmten Spirou-Bösewicht ein, Zantafio ist der Stasioffizier der Fantasio verhört.

Alte Zeichner des Comics werden geehrt

Flix kannte Spirou‘s Abenteuer aus seiner Kindheit ziemlich gut, und konnte die Hauptfiguren dadurch genau gestalten. Er baute in sein Heft eine Hommage an Andre Fraquin, einer der wohl prägendsten Zeichner von Spirou und einer der größten Vorbilder von Flix, ein.

Wie sehr sich Flix seit seinen Anfängen, als er, wie er selber sagt, Fraquin versucht hatte zu kopieren, entwickelt hat, zeigt sich sehr gut in Spirou in Berlin, in seinen Strip „Schöne Tochter“ für den Tagesspiegel, wie auch in seiner aktuellen Serie „Glückskind“ für die „FAZ“. Spirou ist ein weiterer Erfolg für den talentierten Flix. Er hat es geschafft, die franko-belgische Comic-Ikone nach Deutschland zu bringen und den Klassiker einem neuen, jungen Publikum vorzustellen.

Auf jeden Fall können wir gespannt sein, was Flix als nächstes bringt, und uns wie immer davon begeistern lassen. Vielleicht bekommt Flix nochmal die Möglichkeit, an einen anderen Spirou Heft zu arbeiten. Dann kann sich die Jugend in Deutschland an den ausgefallenen Abenteuern des Hotelpagen erfreuen, und Flix könnte wieder mal zeigen, was in ihm steckt. Aber auch wenn es nicht dazu kommt, haben wir immer noch seine Originalwerke, an denen wir uns erfreuen können.

Neue Comics von Wonder Woman

Als ein Comic-Liebhaber lasse ich mir den Tag mit einem neuen Comic versüßen. Es bringt mich wieder in die Kindheit zurück und ich kann mit denen entweder lachen oder weinen, abhängig vom Charakter. Vor einigen Monaten bin ich im Internet zufällig auf einen neuen Comic gestoßen, das den Namen „Wonder Woman“ getragen hat. Da ich davor noch nichts gehört habe, wollte ich mich ein bisschen erkundigen und über die Geschichte, die dahinter steckt, mehr erfahren. Wonder Woman ist eigentlich eine Frau namens Diana.

Bevor sie Wonder Woman geworden ist, war sie Prinzessin der Amazonen. Sie wurde dazu trainiert, ein unbesiegbarer Krieger zu sein. Sie wurde auf einem geschützten Inselparadies erzogen, und als ein amerikanischer Pilot an ihre Ufer gestürzt ist und von einem massiven Konflikt, der in der Außenwelt wütet, erzählte, verlässt Diana ihre Heimat, vollkommen überzeugt, dass sie die Drohung stoppen kann. Erst nachdem sie neben dem Menschen in einem Krieg kämpft, um alle Kriege zu beenden, wird Diana ihre vollen Mächte und ihr wahres Schicksal entdecken. Ich war mehr als intrigiert von der Geschichte und wollte mir die Comics anschauen. Es gibt zurzeit zwei Teile des Comics, die man sich kaufen kann.

Der erste Teil

Der Erfinder dieser Comics heißt Greg Rucka und ist dafür verantwortlich, dass ich ein Interesse in diesen Comics gefunden habe. Wie schon erwähnt, ist Wonder Woman auf einer Insel aufgewachsen, die von anderen Menschen entfernt war. Erst nachdem sie diese Insel verlässt, beginnt sie, an ihrer Herkunft zu zweifeln und sucht nach Antworten. Gerade weil sie keinen Weg zur Paradiesinsel finden kann, muss sie auch drastische Maßnahmen ergreifen. Somit tut sie sich mit ihrer Rivalin zusammen, um gemeinsam zum Warlord zu kommen. Dort erfahren sie, dass er Menschen entführt, um sie dann dem Gott zu opfern. Da kein Comic ohne Liebe sein kann, trifft Diana auf ihrer Reise natürlich ihre ehemalige Liebe. Gerade dies macht dann die ganze Geschichte umso mehr spannend.

Der zweite Teil

Im zweiten Teil des Comics verfolgt man den weiteren Weg der zwei Liebenden. Da der Soldat und die ehemalige Liebe von Diana verletzt sind, benutzt sie all ihr medizinisches Wissen, um ihn zu retten. Nachdem er geheilt ist, muss es aber die Insel verlassen, da es da für Männer keinen Platz gibt. Die Insel kann er nur mit einer Frau verlassen, die ihn den Weg zeigt. Der Hacken liegt aber darin, dass diese Frau, die ihm den Weg zeigt, selber nie wieder zur Insel zurückkommen darf. Somit entscheidet sich die tapfere Diana dazu und kommt in die Männerwelt. Die Spannung, die in diesem Comic zu finden ist, ist wirklich einzigartig und man sollte sich schon Zeit nehmen, um das alles richtig und gründlich zu verfolgen, damit man auf einen neuen Teil vorbereitet ist.

Fix und Foxi’s Jubiläum – Rolf Kauka

Ich glaube dass jeder, der in Deutschland aufgewachsen ist, schon einmal über Fix und Fox gehört hat. Ich bin mir auch sicher, dass die Hälfte dieser, die davon gehört haben, auch selber große Fans waren, so wie ich. Fix und Fox sind einfach eine meiner Lieblingserinnerungen aus der Kindheit und ich lese sie immer wieder gerne. Rolf Kauka war einer der besonderen Menschen, die jemals gelebt haben. Er wurde oft als deutscher Walt Disney bezeichnet, was in vielerlei Hinsicht stimmen kann. Er selbst hat aber Fix und Fox nicht gezeichnet, sondern nur erfunden. Das Konzept gehört ihm, alles andere haben seine Mitarbeiter erfunden. Da Rolf dieses Jahr seinen 100 Geburtstag feiert, reden jetzt alle nur über Fix und Fox. Somit kommen mir die Erinnerungen aus meiner Kindheit hervor.

Fix und Fox als Unterhaltung

Die Comics wurden gerade durch diese zwei Füchse berühmt. Sie waren einfach zu einem Bestandteil des Lebens geworden. Neue Abenteuer der beiden Füchse, ihre Art und Weise, mit Problemen umzugehen und das Design hat Kindern immer wieder aufs Neue Freude bereitet. Somit sind Fix und Foxi bestimmt die berühmtesten Füchse weltweit. Doch nicht nur diese Erfindung war ein Produkt von Kauka. Er übersetzte auch andere Comics und führte sie in die deutsche Welt ein. Somit entstand eine Reihe von Comicfiguren, die den Kindern Spaß gemacht haben. Ich hatte selber eine Kollektion von diesen Comics und habe sie immer wieder gerne gelesen, obwohl ich alles schon gewusst habe.

Kauka als Mensch

Es steht ans sehr viele Quellen, dass Kauka als Mensch ziemlich unsympathisch war und sehr oft an Stimmungsschwankungen gelitten hat. Gerade aus diesem Grund kann man manchmal nicht glauben, dass er diese Comics entworfen hat. Doch man muss ihn schätzen und mögen, denn er hat viele Kindheiten besser gemacht. Fix und Foxi sind zu m größten Comicerfolg von Deutschland geworden und zwar dank diesem Mensch. Es kam einfach eine neue Ära zu Stande, nachdem Fix und Fox auf die Welt kam. Der eine Fuchs, der alles schnell erledigt und so von der eigenen Natur hyperaktiv ist, und der andere, der vollkommen das Gegenteil ist. Gerade so ein Kontrast hat mich oft zum Lachen gebracht, ich habe viele Nächte unter der Decke die Comics heimlich gelesen, wieder und wieder. Kauka habe ich es zu verdanken, dass ich heute Brillen tragen muss. Aber auch 100 Jahre nach seiner Geburt leben seine Werke und gerade dies ist ein Zeichen, wie groß er als Künstler war.

Kennt noch jemand die DigeDags?

Wenn Ihr der älteren Generation angehört und dann vielleicht auch noch aus dem Osten kommt, werdet Ihr jetzt sicher sagen, na klar kennen wir die DigeDags, doch alle die jetzt mit dem Kopf schütteln und sich Gedanken machen, ob es sich bei den DigeDags, um ein neues Rezept handelt oder vielleicht einen Film, diejenigen möchte ich aufklären.

Die DigeDags sind drei Kobolde, über die eine Geschichte geschrieben wurde. Hierbei handelt es sich um eine Comiczeitschrift, die in den 50er Jahren der Renner war. Im Jahre 1955 erschuf Hannes Hegen die drei Kobolde, die fortan sein Leben und das von unzähligen Menschen veränderten sollten. In den Geschichten von Hannes Hegen ging es um Dig, Digedag und Dag, die durch die Zeit reisen konnten. Genauer gesagt: Sie reisten zwischen der Vergangenheit und Zukunft hin und her. Natürlich erleben die Drei in jedem Comicheft neue Abenteuer.

Mosaik-Hefte zum Lieben und Sammeln

Hegen suchte verzweifelt nach einem Ort, wo er seine Geschichten zum Leben erwecken konnte und wurde auch schnell fündig. Er fand eine Villa, die noch vom Krieg total zerstört war. Diese befand sich im Stadtteil Karlshorst in Ostberlin. Er begann die Villa wiederaufzubauen und in der Berliner Waldowallee errichtete er sein Atelier. Dort stellten Hegen und sein Team, welches immer größer wurde, 20 Jahre lang die „Mosaik“-Hefte her. Die Hefte wurden erst kritisch gemustert, denn zu der Zeit wurden Comics noch verhöhnt, doch das störte Hegen nicht. Er glaubte an seine Idee und wie sich später rausstellte, war genau diese Idee richtig. Sein Lebenswerk wurde zu einem unbeschreiblichen Erfolg.

Ich habe selbst einige Comichefte aus meiner Kindheit behalten. Eine meiner liebsten Geschichten handelt davon, dass die DigeDags gegen eine ganze Piratenmeute kämpfen müssen und auch auf dem Mississippi auf einem Dampfer landen. Der Band gehört zur Amerika-Serie. Daneben gab es noch die Erfinder- und Römer-Serie, welche ich sehr gerne möchte. Insgesamt wurden 221 Hefte in 7 Serien herausgebracht. Das Sammeln lohnte sich also.

Das Unfassbare

Hegen merkte schnell, dass er mit seinem Erfolg wachsen und immer wieder neue Geschichten erfinden musste, um die Leser bei Laune zu halten. Doch das fiel ihm immer schwerer und irgendwann merkte er, dass er an seine Grenzen gestoßen war. Er versuchte mit seinem Verlag, der die Hefte herausbrachte, zu sprechen und ihn dazu zu bewegen, weniger Hefte zu veröffentlichen. Während Hegen mit seinem Verlag in den Verhandlungen steckte, wurde von staatlicher Seite versucht, Hegens Mitarbeiter abzuwerben. Der Plan war ein neues, moderneres Mosaik mit anderen Figuren zu drucken. Der Plan gelang tatsächlich.

Hegen war total enttäuscht und hatte zunächst noch die Hoffnung, dass sein Werk einzigartig war und dass keiner seine Geschichten weiterschreiben durfte, da er seine Comics hatte schützen lassen. Das war auch richtig so, doch es war nicht verboten, einen ähnlichen Comic herauszubringen. Der Autor der DigeDags war am Boden zerstört und zog sich in den folgenden Jahren immer mehr zurück, sodass die Öffentlichkeit leider nichts mehr von ihm hörte, bis er im Alter von 89 Jahren verstarb. Seine Werke, so wie ich finde, zählen auch heute noch zu den besten seiner Zeit und werden hoffentlich vielen Menschen in Erinnerung bleiben. Denn selbst heute, wenn ich die alten Werke erneut durchlese, zaubert es mir immer noch ein Lächeln ins Gesicht.

Rogue One – Star Wars ist zurück

Ich, als absoluter Star Wars Fan möchte Euch nicht Rogue One vorenthalten. Ich war total begeistert, als ich hörte, dass ein neuer Star Wars Science-Fiction Film die Leinwände erobert. Wir dürfen uns auf neue Effekte und symphytische Helden freuen, genauso wie auf neue Bösewichte, die die Leinwand zum Beben bringen.

Ihr werdet Felicity Jones als Rebellen-Anführerin Jyn Erso lieben lernen und auch die neuen Bösewichte Cassian Endor alias Diego Luna und Bhoodi Rook alias Riz Ahmed sowie Ben Mendelsohn, der als Darth Vaders Schützling auf die Leinwand kommt, werden Euch Spannung pur vermitteln. Selbst Mads Mikkelsen ist in dem Film zu sehen, allein deshalb lohnt es sich schon. Der Regisseur ist diesmal Gareth Edwards, der vor drei Jahren den neuen Godzilla drehte.

Eine schöne und mysteriöse Heldin

Einen kleinen Einblick in den neuen Star Wars Film, der bereits seit Dezember 2016 im Kino zu sehen ist, möchte ich Euch mitgeben. Das Spin-Off spielt zwischen dem dritten und dem vierten Star Wars Film. Ebenso wie in dem Film „Das Erwachen der Macht“ spielt eine Frau die Hauptrolle in dem spannenden Streifen. Die Hauptdarstellerin Jyn Erso wird von der britischen Schauspielerin Felicity Jones gespielt, bekannt aus Filmen wie „Like Crazy“ oder „Die Entdeckung der Unendlichkeit”.

Bisher hat sie ja eher „zarte“ Rollen verkörpert, wenn man das so bezeichnen kann. Oder eher Frauenrollen, die zwar stark und eigenwillig waren, aber nicht unbedingt kämpferisch.

Sie verkörpert jetzt eine junge Frau, die in ihrem Leben viel Negatives erleben musste, die Leid und Gewalt am eigenen Körper erfahren hat und dadurch im Leben immer härter geworden ist. Jyn Erso wird durch ihre Vorgeschichte zu einer Außenseiterin, lernt sich alleine durchs Leben zu schlagen und kann sich selbst hervorragend verteidigen. In frühester Kindheit musste sie mitansehen, wie man ihre Mutter ermordet und ihren Vater entführt hatte. Sie beschließt sich einer Söldnertruppe anzuschließen, unter dem Vorwand mit ihnen kämpfen zu wollen. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit… Mehr will ich Euch lieber nicht verraten. Also, seht euch den Film selbst an, Eure Erwartungen werden sicherlich noch übertroffen werden, denn er ist ebenso spektakulär und spannend wie seine Vorgänger, wenn nicht sogar noch besser. Natürlich ist das nur meine Meinung.

Detailinformationen zu Rogue One – eine echte Star Wars Geschichte

Wie auch schon bei den Vorgängern, haben die Produzenten des Films nicht am Budget gespart. Für diesen Film wurden ungefähr 200 Millionen Dollar in die Hände genommen, aber das ist bei den Star Wars Filmen ja eigentlich nichts Neues mehr. Wer von Euch bereits Star Wars Fan der ersten Stunde ist, wird schnell feststellen, dass die Kulissen und Kostüme, genauso wie die Kreaturen, den ersten Star Wars Filmen aus den siebziger Jahren ähneln, nur dass die Effekte heute noch viel beeindruckender sind. Ich habe Rogue One gleich zum Start angeschaut, bin voller Erwartung ins Kino gegangen und kann Euch sagen, dass meine Vorstellungen mehr als übertroffen wurden. Ich saß gespannt in meinem Kinosessel und wurde mitgerissen von den Effekten, den Figuren und der Geschichte.

Vielleicht kann ich Euch noch etwas neugieriger auf den neuen Star Wars Streifen machen, denn nach Rogue One kommt in diesem Jahr der achte Star Wars Film in die Kinos und im Anschluss sollen noch zwei weitere folgen. Obwohl Rogue One sehr erfolgreich war, haben die Macher von Disney beschlossen, dass es leider keine Fortsetzung des Spin-offs geben wird. Trotz dieses Wermutstropfens, dürfen wir uns auf neue Jedi-Ritter, Wookiee, Ewoks und Abenteuer freuen.