Linux kann ganz einfach auf Mac Betriebssystemen installiert werden

Linux Alternative auf dem Mac betreiben: so einfach klappt es

Nicht erst seit Erscheinen des IPhones am Markt ist der Hard- und Softwaregigant Apple in aller Munde. Zu Recht, denn Apple Betriebssysteme laufen flüssig, intuitiv, zuverlässig und gelten als die sichersten Systeme am Markt.

Wer allerdings anderweitige Betriebssysteme auf dem Mac betreiben will, der ist angesichts der sonstigen einfachen Bedienbarkeit der Apple Geräte zunächst verdutzt. Denn die Installation und Inbetriebnahme von Betriebssystemen wie etwa Linux versetzt den sonst durch die Einfachheit verwöhnten Mac User in Ratlosigkeit.

Doch die Nutzung von Linux auf dem Mac ist kein Hexenwerk und ist mit wenigen Handgriffen und ohne großen Zeitaufwand schnell und unkompliziert erledigt. Grundsätzlich gibt es zwei Wege, um Linux zum Laufen zu bringen. Einerseits kann das Apple Endgerät als Dual Boot System eingerichtet werden. Alternativ kann Linux aber auch mittels Virtualisierung eingerichtet werden.

Sicher ist sicher: vorab eine Systemkopie erstellen

Egal, welcher Weg bei der Nutzung von Linux gewählt wird: Grundsätzlich ist die Installation eines Betriebssystems immer mit gewissen Risiken verbunden die bewirken, dass im Anschluss das System gar nicht oder nicht so sauber läuft, wie es soll. Dann lässt sich nicht nur Linux nicht bedienen, sondern alle Einstellungen und Daten des zuvor laufenden Mac Betriebssystems sind verloren! Deshalb empfiehlt sich vorab in jedem Fall das Anlegen einer Systemsicherheitskopie.

Um ein System Backup zu erstellen, wird einfach Time Machine aufgerufen und eine aktuelle Sicherung angelegt. Es sollten dabei unter den Optionen alle Verzeichnisse ausgewählt werden. Per Mausklick ist dann das Backup auch schon erstellt.

Alternativ kann ein solches mittels eines Programms zum Klonen der Festplatte erstellt werden, welche eine vollständige Systemkopie auf einem Datenträger speichern. Je nach Programm ist auch auf diesem Weg eine Systemkopie leicht erstellt. Bei einer Neuinstallation kann dieser Datenträger dann als Volume ausgewählt werden.

Linux läuft: Installation in einem Dual Boot System

Schritt 1: Dual-Boot System erstellen und Speicherplatz schaffen

Grundsätzlich nehmen Betriebssysteme aus dem Hause Apple die gesamte Festplatte ein. Um aber Mac und Linux im Rahmen eines Dual Boot Systems gleichzeitig nutzbar zu machen, muss ein gewisser Teil der Festplatte für Linux freigeschaufelt werden. Dazu wird per Spotlight nach „Festplatte“ gesucht, im Anschluss die Festplatte ausgewählt und dann unter „Partition“ der Speicherplatz für die laufende Partition durch anklicken und ziehen verändert. Im unteren Bereich ist ein kleines Plus implementiert, mit dem sich eine neue Partition anlegen lässt. Am besten werden nun zwei weitere Partitionen – eine mit 16 GB und eine mit 8 GB Größe – angelegt, deren Dateisystem auf FAT basieren sollte.

Schritt 2: Die passende Firmware & Reboot

Apple Geräte arbeiten mit einer Firmware, die als internes Arbeitsprogramm mit Linux nicht kompatibel sind.
Deshalb sollte der Boot-Loader Refit installiert werden. Auf der Herstellerwebsite muss dazu die DMG-Datei heruntergeladen und das implementierte Installationsprogramm gestartet werden. Die dabei auftauchenden Warnmeldungen sollten ignoriert und das Paket erneut gestartet werden. Dann kann installiert werden.

Nachdem die Installation durchlaufen wurde, muss das System zweimal neu gebootet werden. Danach erscheint dann beim Neustart des Computers die Bedienoberfläche des Boot-Programms. Hier kann bei jedem Start gewählt werden, auf welches Betriebssystem zugegriffen werden soll. Nun sind auf dem Endgerät beide Betriebssysteme, Mac und Linux, angelegt und Linux kann installiert werden.

Schritt 3: Linux installieren

Beim Starten muss die Alt-Taste gedrückt gehalten werden. Der Datenträger (unter Umständen mit „Windows“ gekennzeichnet), muss ausgewählt werden. So wird das Installationsprogramm Ubuntu gestartet. Unter „Etwas anderes“ sind nun die zuvor angelegten Partitionen wählbar.
Die größere Partition wird markiert und unter „Ändern“ dieser Partition das Dateisystem von Linux „Ext4“ zugewiesen. Das Zeichen „/“ muss dabei eingetragen werden.
Die kleine Partition wird nun ebenfalls geändert und unter „Formatieren“ muss „Swap“ gewählt werden.

Im Anschluss wird Ubuntu beziehungsweise Linux weiter eingerichtet, unter anderem mit der Wahl einer Tastatur (am besten „Deutsch-Macintosh“) nebst einiger Sonderzeichen sowie der Benutzereinrichtung. Im Anschluss wird das Gerät neu gestartet und im Boot-Manager kann Linux ausgewählt werden. Sobald nun einige Einstellungen und Feinjustierungen vorgenommen wurden, ist Linux auf dem Mac vollumfänglich nutzbar.

Linux läuft: Alternative Installation per Virtualisierung

Alternativ kann Linux ohne Veränderung der Partitionen installiert werden. Dazu wird das Programm „Virtualbox“ heruntergeladen, welches das gesamte Computersystem spiegelt, ohne dabei die Aufteilung der Festplatte zu verändern.

Durch Klick auf die DMG-Datei startet die Installation, welche gegebenenfalls unter „Sicherheit“ und „erlauben“ in den Systemeinstellungen zugelassen werden muss. Etwaige Warnmeldungen im Anschluss sollten ignoriert und die Installation ausgeführt werden.
Außerdem muss noch die Linux-Distribution auf der Website des Herstellers Ubuntu heruntergeladen werden.

Sobald Virtualbox gestartet wird, legt es eine virtuelle Maschine an, die mit den gleichen Eigenschaften ausgestattet wird, wie ein realer Computer der mit Komponenten bestückt wird. Alle benötigten Mittel teilt sich dieses Gastsystem mit dem Mac Betriebssystem.
Im Anschluss muss Linux dann nur noch installiert werden.